Ratgeber
Silber verkaufen
Silber verkaufen leicht gemacht: Massivsilber von versilbertem Metall unterscheiden und Besteck, Münzen oder Barren fair verkaufen.
Beim Silberverkauf ist die wichtigste Frage: Handelt es sich um Massivsilber oder nur um versilbertes Metall? Davon hängt der Wert maßgeblich ab. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Tafelsilber, Münzen und Barren richtig einschätzen und fair verkaufen.
Massivsilber oder versilbert?
Massivsilber erkennen Sie an Stempeln wie 800, 835, 925 oder 999. Diese Stücke werden nach reinem Silbergehalt zum Tagespreis angekauft. Stempel wie 90 oder 100 stehen für versilbertes Metall mit nur geringem Materialwert.
Ein Beispiel: Bei 1,20 € pro Gramm Feinsilber ist eine massive 925er Kette mit 50 Gramm 55,50 € Materialwert wert, ausgezahlt werden bei 85 % rund 47,18 €. Im Zweifel prüfen wir Ihr Silber vor Ort und sagen Ihnen ehrlich, was sich lohnt.
Besteck, Münzen und Barren
Tafelsilber und Besteck aus Massivsilber zählen nach Gewicht und Feingehalt, wobei Stahlklingen und gefüllte Griffe abgezogen werden. Anlagemünzen wie Maple Leaf oder Philharmoniker und zertifizierte Barren kaufen wir zu Konditionen nah am Spotpreis.
Auch ganze Sammlungen und Konvolute sichten wir geduldig. Bei historischen Münzen berücksichtigen wir neben dem Materialwert auch den Sammlerwert, und wir nennen Ihnen immer den höheren der beiden Beträge.
Was Silber vom Goldverkauf unterscheidet
Silber ist pro Gramm ein Vielfaches günstiger als Gold. Damit sich der Weg lohnt, geht es meist um Menge: einen kompletten Besteckkasten, eine Kiste Münzen, mehrere Kannen. Einzelne kleine Schmuckstücke bringen entsprechend wenig, angenommen werden sie trotzdem.
Anders als Anlagegold ist Silber beim Kauf nicht von der Mehrwertsteuer befreit. Für Sie als privaten Verkäufer ändert das nichts an der Abrechnung, es erklärt aber, warum die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis bei Silber größer ausfällt als bei Gold.
Praktisch heißt das: Bringen Sie Silber lieber gesammelt als einzeln. Ein Besuch mit dem kompletten Kasten, den Kannen und der Münzdose ist schneller erledigt als drei Fahrten und ergibt in Summe den besseren Betrag, weil alles auf einmal gewogen und abgerechnet wird.