Lexikon
Röntgenfluoreszenzanalyse
Die Röntgenfluoreszenzanalyse bestimmt den Feingehalt eines Edelmetalls zerstörungsfrei und in Sekunden.

Bei der Röntgenfluoreszenzanalyse, kurz RFA oder XRF, wird ein Stück mit schwacher Röntgenstrahlung angeregt. Jedes Element antwortet mit einer eigenen charakteristischen Strahlung. Aus diesem Muster liest das Gerät in wenigen Sekunden, welche Metalle in welchem Verhältnis enthalten sind.
Der entscheidende Vorteil: Das Verfahren ist zerstörungsfrei. Es wird nichts abgefeilt, angeritzt oder mit Säure betupft, das Stück verlässt die Messkammer unverändert. Deshalb eignet es sich auch für Erbstücke, die niemand beschädigt sehen möchte, und für Schmuck mit Steinen.
Eine Grenze hat die Methode: Sie misst nur die oberen Mikrometer. Eine sehr dicke Vergoldung kann eine Messung theoretisch täuschen. Deshalb kommen ergänzend die klassischen Verfahren dazu, die Dichteprüfung über das Verhältnis von Gewicht und Volumen sowie der Säuretest mit Prüfsäuren auf dem Prüfstein.
Warum die Messung sich in Euro auszahlt
Ein Beispiel aus dem Alltag: Ein ungestempelter Ring mit 8 Gramm sieht nach 333 aus, gemessen werden 585. Bei 116,21 € pro Gramm Feingold sind das 543,86 € statt 309,58 € Materialwert.
Der Unterschied beträgt 234,28 €, und er entsteht allein dadurch, dass gemessen statt geschätzt wurde. Auf dieser Basis rechnen wir mit 90 bis 95 % vom Spotpreis weiter. Eine Schätzung nach Augenmaß wäre für beide Seiten schlicht keine seriöse Grundlage.
Gerechnet mit dem Kurs vom 22.10.2026, 17:57 Uhr. Aktuelle Altgoldpreise
Prüfung vor Ihren Augen in Nordhorn
Bei uns in Nordhorn messen wir vor Ihren Augen: Sie legen Ihr Stück selbst hinein, sehen das Ergebnis auf dem Display und bekommen erklärt, was die Zahlen bedeuten. Erst danach wird gewogen und gerechnet.
Die Prüfung ist kostenlos und unverbindlich, auch wenn Sie am Ende nichts verkaufen. Viele kommen genau dafür: Sie wollen wissen, was in der Schatulle liegt, bevor sie über einen Verkauf oder eine Erbteilung entscheiden.
Für Zahngold ist die Messung besonders wichtig. Dentallegierungen enthalten neben Gold oft Platin, Palladium und Silber in wechselnden Anteilen, die sich weder ansehen noch aus einer Punze ablesen lassen. Erst die Analyse sagt, was tatsächlich in einer Krone oder Brücke steckt.
